– KaJu vs. Wild –

Bereits am Montag, dem 28.07.2025, machten sich einige Leiterinnen und Leiter auf den Weg, um das diesjährige Zeltlager vorzubereiten. Der erste Punkt auf der Liste war die Organisation der Transporter.

Pünktlich um 8:30 Uhr traf sich das Team am Jugendheim und teilte sich in zwei Gruppen auf. Während Gruppe 1 nach Moselweiß fuhr, um die Biertischgarnituren der KG Blau-Weiß Moselweiß abzuholen, stand für Team 2 zunächst Kellerarbeit auf dem Programm – genauer gesagt, den überfluteten Lagerraum trockenzulegen.

Etwa eine Stunde später trafen sich beide Gruppen wieder, diesmal vereint, um an verschiedenen Sammelpunkten Feuerholz für das Lager aufzuladen. Das Holz, das später zum Kochen und für gemütliche Lagerrunden gebraucht wurde, wurde direkt nach Heckholzhausen transportiert und dort sicher deponiert.

Richtig los ging es dann am Dienstag: Alle verfügbaren Leiterinnen und Leiter standen pünktlich um 7:30 Uhr am Jugendheim, um den LKW zu beladen. Dabei war strategisches Denken gefragt – schwere Zelte und Kisten nach unten, leichtere Dinge wie Kanister und Wäscheständer nach oben. Zum Schluss noch ein prüfender Blick: Hatten wir wirklich alles? Spoiler: Hatten wir nicht.

Gut zwei Stunden später machten sich der LKW und das Leiterteam auf den Weg nach Heckholzhausen, um mit dem Aufbau des Lagers zu beginnen. Auf dem Plan standen unter anderem das Küchen- und Vorratszelt, das Getränke- und Gerätezelt, die Aufenthaltszelte, ein Teil der Pänzzel­te sowie das Kreativzelt. Nicht zu vergessen waren die Feuerstelle vor der Küche zum Kochen und die zentrale Feuerstelle für die Lagerrunden – beides essenziell für den Lageralltag.

Am späten Nachmittag – dem wechselhaften Wetter geschuldet – wurden schließlich auch die Leiterzelte aufgebaut. Nach getaner Arbeit versammelten sich alle am Feuer: erschöpft, aber zufrieden und voller Vorfreude auf das, was noch kommen würde.

Am Mittwochmorgen ging es weiter mit dem Aufbau der restlichen Pänzzel­te. Parallel dazu wurde das Loch für den Bannermast vorbereitet, die Küche eingerichtet und die Besteckkisten für die einzelnen Zelte sortiert.

Gegen Mittag brachen wir in den Wald auf – ein Bannerbaum für das Lager musste noch her. Nach kurzer Suche wurden wir fündig: gesägt, geschultert und zurück ins Lager gebracht. Dort bekam der Baum noch den letzten Feinschliff, bevor er schließlich von allen Leitern gemeinsam aufgestellt wurde.

Zum Abschluss wurden noch die letzten Handgriffe erledigt – getreu dem Motto: Viele Hände, schnelles Ende. Und so ging auch der Mittwoch zu Ende.

Für die mutigsten unter den Leitern begann der Donnerstag früh: Um 6:30 Uhr ging es vom Zeltplatz zurück nach Koblenz, um dort die Pänz samt Gepäck, Ausweisen und Taschengeld in Empfang zu nehmen und gemeinsam zum Lagerplatz zu begleiten.

Dort angekommen, wurden die Kinder herzlich begrüßt. Die Leiter vor Ort halfen direkt dabei, die Pänz ihren Gruppen und Gruppenzelten zuzuordnen. Nach dem Einzug in die Zelte ging es mit den jeweiligen Gruppenleitern auf Erkundungstour über den Platz. Dabei wurden auch die Lagerregeln besprochen, an die sich alle hielten. Viele Kinder kannten sie bereits aus den Vorjahren und konnten so den Neulingen hilfreich zur Seite stehen.

Nach dem ersten Kennenlernen von Platz, Gruppe und Leitern wartete auch schon die erste Aufgabe auf die Gruppen: Sie sollten sich einen Gruppennamen und einen Gruppenruf ausdenken. Beides wurde später stolz in der Großgruppe präsentiert.

Bald darauf folgte das Mittagessen. Im Anschluss stand direkt die erste Gruppenchallenge auf dem Programm: der Bau eines Shelters. Jede Gruppe erhielt eine begrenzte Auswahl an Materialien. Ziel war es, einen Unterschlupf zu bauen, in dem mindestens eine Person Platz fand und der möglichst trocken sowie stabil war.

Nach der Bauphase präsentierten die Gruppen stolz ihre Konstruktionen. Die fertigen Shelter wurden anschließend von einer Jury kritisch begutachtet und bewertet.

Ein ereignisreicher Nachmittag neigte sich dem Ende zu, und nach einem stärkenden Abendessen ging es in die erste Lagerrunde. Aufgrund des Regens fand diese allerdings nicht wie gewohnt am Lagerfeuer statt, sondern im Aufenthaltszelt. Trotzdem war die Stimmung großartig – für viele fühlte es sich an, als hätte es die Pause im vergangenen Jahr nie gegeben.

Das für den Abend geplante erste Nachtspiel musste wetterbedingt leider entfallen. Aufgeschoben war jedoch nicht aufgehoben.

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Zirkelworkshops. Dabei lernten die Pänz unter anderem, wie man in der Natur um Hilfe ruft, Knoten bindet oder essbare Pflanzen erkennt. Außerdem wurden an diesem Tag die Lager-T-Shirts verteilt und die Zuschusslisten ausgefüllt, die als Nachweis für die Teilnahme am Zeltlager dienten.

Zum Mittagessen gab es Hamburger, sehr zur Freude aller. Als besondere Überraschung kam Gemeindereferent Roman zu Besuch und brachte für alle ein Eis mit.

Ein besonderes Highlight war die Feier zu Ehren von Ulla, die in diesem Jahr ihr 50. Lager absolvierte – ein beeindruckendes Jubiläum, das mit Applaus, Dank und vielen Erinnerungen gewürdigt wurde.

Am Nachmittag folgte eine Schnitzeljagd, bei der die Gruppen mithilfe von Hinweisen und Rätseln eine Route finden und Aufgaben lösen mussten. Die Strecke war anspruchsvoll, doch alle Gruppen meisterten die Herausforderung erfolgreich.

Nach dem Abendessen fand die Lagerrunde statt, bei der der Tag gemeinsam abgeschlossen wurde. Jede Gruppe gestaltete im Wechsel eine Tageszusammenfassung. Ergänzt wurde dies durch gemeinsames Singen, Spielauflösungen, kleine Wetten oder die Frage des Tages.

In dieser Nacht wurde es erstmals spannend: Die ersten Überfäller versuchten, unsere Banner zu stehlen. Doch die Pänz waren wachsam und konnten alle Eindringlinge fangen.

Der Samstag begann mit einem stärkenden Frühstück, bevor die Tageswanderung anstand. Rund elf Kilometer lagen vor uns, Ziel war die Burgruine Merenberg. Unterwegs begeisterte Uwe mit spannenden und teils kuriosen Informationen rund um Natur und Pflanzen.

An der Burgruine angekommen, erkundeten wir das Gelände, bevor das Verpflegungsteam eintraf und uns mit Essen und Getränken versorgte. Wieder am Lagerplatz angekommen, stand ausgiebige Freizeit auf dem Programm.

Am Abend wurden 675 Fischstäbchen mit Kartoffelpüree und Salat serviert – ein echter Lagerklassiker. Den Abschluss bildete die Lagerrunde.

Der Sonntag startete mit einem großen Orientierungsspiel. Mithilfe von Karte und Himmelsrichtungen mussten die Gruppen ihren Weg zurück zum Lager finden und unterwegs verschiedene Aufgaben lösen. Fast alle Zelte meisterten dies fehlerfrei. Nur Zelt 2 sammelte freiwillig ein paar Extrakilometer.

Der Nachmittag war gefüllt mit Spielen wie Wizard, Werwolf, Wikingerschach und Volleyball. Beim Volleyball gingen die Leiter als klare Sieger hervor.

Nach dem Abendessen und der Lagerrunde folgte das erste Nachtspiel des Lagers, bei dem die Pänz als Überfäller agierten. Einige zeigten dabei großes Talent.

Der Montag stand im Zeichen der Säuberung. Aufgrund des Wetters ging es ins Hallenbad nach Montabaur. Nach fünf Stunden Schwimmen, Springen und Pommesessen führte der Rückweg noch über einen kurzen Stopp im Edeka.

Der Dienstag brachte freies Spiel und am Nachmittag das Spiel Dathi. In bunt gemischten Gruppen sammelten die Pänz an Stationen Zeitpunkte. Gewonnen hatte die Gruppe mit der höchsten Gesamtzeit.

Am Mittwoch fand der Kochwettbewerb statt. Die Gruppen bereiteten auf eigenen Feuerstellen kreative Gerichte zu, die von einer Jury bewertet wurden. Zelt 2 gewann mit perfekt gebratenen T-Bone-Steaks.

Am Donnerstag folgte die Stafette mit 23 Teams und 15 Stationen. Am Abend kam es erneut zu Überfälleraktionen, bei denen unser Banner erfolgreich verteidigt wurde.

Der Freitag war geprägt von Aufräumen, der großen Leiter-Zeugnisrunde und Abschiedsstimmung. Am Abend fand der große Abschlussabend mit Siegerehrungen, Lagerwahlen, Zeugnisverlesung und Lagerdisco statt.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Rückbaus. Gemeinsam mit den Pänz wurden die Zelte gereinigt, abgebaut und verladen. Nach der Abholung der Kinder bauten die Leiter den Rest des Lagers zurück, verluden alles im LKW und räumten am nächsten Morgen im Jugendheim sorgfältig ein.