Zehn Tage lang wurde unser Zeltlager in Trierscheid in der Nähe von Adenau zu einer kleinen Reise um die ganze Welt. Unter dem Motto „Feste aus aller Welt“ stand jeder Tag im Zeichen eines anderen Festes oder einer besonderen Tradition.
Rund 60 Kinder und ihre mehr als 30 Leiter erlebten, gemeinsam Wanderungen, Geländespiele, Kochwettbewerbe, Nachtwanderungen, Schwimmbadbesuche, Wasserschlachten und natürlich jede Menge gemeinsame Zeit.
Doch bevor die Kinder überhaupt anreisen konnten, musste das Lager erst einmal entstehen.

Der Aufbau – 21. und 22. Juli
Bereits am Dienstag, den 21. Juli, trafen sich um 7.30 Uhr 25 Helferinnen und Helfer am X-Ground in St. Elisabeth, um den LKW zu beladen und anschließend den Lagerplatz vorzubereiten. Nach rund acht Stunden Arbeit war das Lager bereits zu etwa 90 Prozent aufgebaut. Zelte wurden errichtet, Löcher gegraben, Aufgaben verteilt und nach und nach entstand auch die kleine „Leiter-Stadt“.
Nach getaner Arbeit gab es Käsespätzle, bevor der Tag gemütlich am Lagerfeuer ausklang.
Am nächsten Morgen standen noch verschiedene Restarbeiten an. Besonders der Bannermast beschäftigte das Vorkommando. Nachdem zunächst einige Versuche nicht ganz nach Plan verliefen, musste schließlich sogar schwere Technik zum Einsatz kommen.
Am Abend wurde gegrillt und die Ruhe vor der Ankunft der Kinder genossen.

Donnerstag, 23. Juli – Chinesisches Neujahr 🇨🇳
Um 9 Uhr kamen die rund 60 Kinder in Trierscheid an. Nachdem die Gruppen ihre Zelte gefunden und das Gepäck verstaut hatten, begann das eigentliche Lagerleben.
Nach dem Mittagessen folgten Kennenlernspiele und das erste Geländespiel. Passend zum Chinesischen Neujahr mussten die Kinder auf der Wiese „Glückswünsche“ sammeln. Eine anschließende Stationenrunde musste leider abgebrochen werden.
Auch beim Essen wurde das Thema aufgegriffen.
Die Küche hatte beeindruckende Mengen vorbereitet:
- 30 kg Kartoffeln für Kartoffelpüree,
- 25 Gurken für Salat und
- 510 chinesische Glückskekse (Fischstäbchen).


Am Abend wurde der Bannermast endgültig aufgestellt.
Danach traf sich das gesamte Lager zur ersten Lagerrunde.
Und damit war der Tag noch nicht ganz vorbei: Nach der Lagerrunde wurde das Lager von der PJG Köln-Zündorf überfallen. Vier Angreifer wurden gefangen. Die Gruppe war bereits im vergangenen Jahr unsere Nachbarschaft und hatte uns damals sogar den Lagerplatz in Trierscheid empfohlen.
Freitag, 24. Juli – Sukkot – das jüdische Laubhüttenfest ✡️
Nach dem Frühstück ging es auf eine rund 11 Kilometer lange Tageswanderung. Am Basaltsee wurde eine längere Mittagspause eingelegt. Vor Ort war ein Team, welches die Kinder mit 200 Brötchen und Wassermelone versorgte – eine ordentliche Stärkung für den weiteren Weg.

Zurück im Lager folgten Bachzeit und Freizeit, bevor am Abend das passende Sukkot-Essen auf dem Speiseplan stand: Gyros mit Reis. Dafür wurden 8 kg Reis gekocht.
Danach traf sich das Lager wieder zur Lagerrunde. Doch auch diese Nacht sollte nicht ruhig bleiben: Nach der Lagerrunde kam es zum nächsten Überfall. Wieder war die PJG Zündorf unterwegs. Diesmal fiel das Banner – allerdings konnten alle 8 von 8 Angreifern gefangen werden.
Samstag, 25. Juli – Schottische Highland Games 🏴
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Highland Games.
Den ganzen Tag über konnten sich die Pänz in gemischten Gruppen in verschiedenen Disziplinen messen. Dazu gehörten unter anderem:
- Baumstammwerfen
- Tauziehen
- Hufeisenwerfen
- Steinwurf

Es wurde gekämpft, angefeuert und natürlich auch ordentlich gelacht. Nach den Wettbewerben gab es Freizeit und Bachzeit.
Beim Abendessen wartete eine besondere kulinarische Überraschung: 11 kg „Baumstämme“ mit 300 Kugeln. (Rollbraten mit Klößen)
Am Abend wurde das Lagerfeuer zu einem besonderen Treffpunkt. Auch ehemalige Lagerteilnehmer waren dabei: Jörg übernahm die Moderation, Angi; Nina und Abu waren ebenfalls zu Gast.

Sonntag, 26. Juli – St. Patrick’s Day 🇮🇪
Am Sonntag wurde es irisch.
Beim großen Orientierungsspiel mussten sich die Zeltgruppen auf den Weg machen und verschiedene Aufgaben lösen. Dabei verliefen sich einige Teams und mussten erst wieder den richtigen Weg zurückfinden.
Nach der Rückkehr wartete der „Goldtopf“ der Küche: Schupfnudeln in Tomatensoße mit Mozzarella.
Den Nachmittag konnten die Kinder mit verschiedenen Freizeitaktivitäten verbringen – Fußball, Volleyball, Gesellschaftsspiele und Basteln standen zur Auswahl.


Und dann wurde es spannend: In der Nacht stand eine Nachtwanderung auf dem Programm und die ein oder andere Gruppe traf sogar den „Waldwatz“. Während der anschließenden Nachtwache bekam das Lager außerdem Besuch von seinem ganz besonderen tierischen Helfer: Dem Lagerfuchs
Montag, 27. Juli – Songkran – Thailand 🇹🇭
Eigentlich sollte der Tag anders verlaufen. Doch das Wetter machte den geplanten Aktivitäten einen Strich durch die Rechnung.
Statt ins Freibad ging es stattdessen mit dem Bus nach Rheinbach ins Monte Mare. Dort warteten Wellen, Rutschen, Tauchen und jede Menge Wasser.
Nach dem Schwimmbadbesuch wurde bei Rewe noch einmal kräftig eingekauft – insbesondere die Süßigkeiten Vorräte mussten offenbar dringend aufgefüllt werden.


Zum Abendessen gab es Tomatensuppe mit Reis und Salat.
Danach trafen sich wieder alle zur gemeinsamen Lagerrunde und ließen den Tag zusammen ausklingen.
Dienstag, 28. Juli – Zuckerfest 🌙
Das Zuckerfest brachte eines der großen Highlights des Lagers mit sich: Den Kochwettbewerb.
Nach dem Frühstück und dem gemeinsamen Spülen bereiteten sich die Zeltgruppen auf ihren kulinarischen Wettkampf vor. Insgesamt wurden zehn verschiedene Gerichte gekocht.
Am Ende konnten Sarah und Simon aus Zelt 3 mit Çiğ Köfte den Sieg für sich entscheiden.
Nach dem Kochwettbewerb gab es eine kurze Andacht von unserem Pfarrgemeindereferent Roman Kalter, der bei seinem Besuch auch für eine willkommene Abkühlung sorgte. Er brachte Wasserpistolen und Eis für alle mit.
Damit war die nächste Aktion praktisch vorprogrammiert: Es folgten Wasserschlacht und Bachzeit.
Nach Freizeit und Abendessen ging es schließlich wieder in die Lagerrunde.
Mittwoch, 29. Juli – Weihnachten 🎄
Weihnachten im Hochsommer – bei Temperaturen von bis zu 33 Grad eine besondere Herausforderung.
Zum Glück durften die Kinder an diesem Tag zunächst etwas länger schlafen.
Beim Pänz-Day standen verschiedene Aktivitäten auf dem Programm. Es gab eine Bachwanderung, einen Ausflug zum Eisessen nach Blankenheim und sogar einen Besuch bei McDonald’s.
Zum Essen gab es Kartoffelsalat und Würstchen.

Auch inhaltlich wurde Weihnachten aufgegriffen: Ralf von der „Kirche der Jugend“ gestaltete eine Andacht zum Thema. Ein Geländespiel und das Nachtspiel griffen das Weihnachtsthema ebenfalls auf.
Nach dem gemeinsamen Abend ging es wieder in die Lagerrunde – und anschließend in die Nacht.
Donnerstag, 30. Juli – Karneval in Rio 🇧🇷
Beim Karneval in Rio wurde es noch einmal sportlich.
Bei einer großen Stafette mit 15 Stationen mussten die Kinder ganz unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Fragen beantworten, sportliche Herausforderungen meistern und Zusatzpunkte sammeln – hier war Teamwork gefragt.

Am Ende konnten Fiona und Fabian den Sieg erringen.
Auch die neuen Leiter mussten sich den Herausforderungen stellen und mitmachen.
Das Wetter sorgte zwischendurch für etwas Aufregung: Ein Pavillon machte sich bei etwas stärkerem Wind selbstständig und flog über den Platz. Kurz darauf zog ein Gewitter auf, das glücklicherweise schnell wieder vorbei war.
Die Küche hatte ebenfalls alle Hände voll zu tun: 15 kg Nudeln mit verschiedenen Soßen und anschließend 15 kg Schokopudding wurden zubereitet.
Nach dem Essen und der Lagerrunde ging es wieder in die Nacht – mit der Hoffnung, dass das Lager auch diesmal vor einem Überfall verschont, bleiben würde.
Freitag, 31. Juli – Día de los Muertos – Mexiko 🇲🇽
Der letzte große Lagertag stand im Zeichen des Día de los Muertos.
Beim Geländespiel mussten passend zum mexikanischen Fest Opfergaben gesammelt werden.
Währenddessen begann bereits der Abschied vom Lager. Die ersten Zelte wurden abgebaut, Sachen wurden gepackt und das Lager wurde Stück für Stück wieder zurückgebaut.

Zum Essen gab es Cheeseburger.
Anschließend wurden die Zelte weiter aufgeräumt. Die Kinder schrieben ihre Zeugnisse für die Gruppenleiter, außerdem fanden die Lagerwahlen statt.
Und dann war er da: der letzte Abend.
Nach dem Abendessen traf sich das gesamte Lager noch einmal zur letzten Lagerrunde.
Zur Lagerschönsten wurde Denise und zum Lagerschönsten Max gewählt. Lagerdeld der Kinder wurde unser jüngster Teilnehmer Janne, Lagerheld der Leiter wurde Gonzo.
Samstag, 1. August – Thanksgiving – der Abschied 🇺🇸
Nach dem letzten gemeinsamen Abend stand am Samstag der Abschied vom Zeltlager an.
Passend zum Motto „Feste aus aller Welt“ wurde noch einmal Thanksgiving gefeiert. Doch an diesem Tag ging es vor allem darum, das Lager gemeinsam zu einem guten Ende zu bringen.
Die Zelte wurden endgültig geräumt, die letzten Sachen gepackt und der Lagerplatz wieder aufgeräumt. Nach neun ereignisreichen Tagen hieß es Abschied nehmen – von den Zelten, vom Lagerplatz und vor allem voneinander.
Auch die Eltern kamen, um ihre Kinder wieder abzuholen. Nach all den gemeinsamen Erlebnissen, Spielen, Wanderungen, Nachtaktionen, Lagerrunden und Festen aus aller Welt ging damit eine besondere Zeit zu Ende.
Vielleicht war Thanksgiving deshalb ein besonders passender Abschluss: Ein Tag, an dem man noch einmal zurückblicken und Danke sagen konnte – für neun Tage Gemeinschaft, Abenteuer, Freundschaft und ganz viele gemeinsame Erinnerungen.
Eine Reise um die Welt ging zu Ende – aber die Geschichten aus unserem Zeltlager bleiben.

Text: Tanja S.
Bilder: Franzi S., Anke O., Sahra M., Dirk G.